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White Girl Rap? | Tabor & Bodega

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White Girl Rap?

03. August 2012
Music

An Phänomene wie Kreayshawn haben wir uns ja mittlerweile gewöhnt. Prollo-Tanten mit Tattoos, richtige Ruff Necks, asioziale Schlampen, die über’s Kiffen und Bumsen rappen. Muss sich nicht mal reimen, hauptsache ein bisschen Unterhaltung.

Hach ja. Das leidige Thema. Es ist eine Zeit des Aufbruchs. Im Hip Hop passiert gerade ähnliches wie in der Mode. Entweder du gehst way back und orientierst dich an dem was einmal gut war – also: an allem vor dem Jahr 2000 oder du machst es wie alle anderen Goldkettenträger und gehörst zu Maybach Music, reproduzierst, verzichtest auf Tiefe und machst austauschbare Clubmucke. Natürlich gibt es in dieser sehr salopp formulierten Verallgemeinerung auch erfrischende Ausnahmen.

Hip Hop ist jedenfalls salonfähig geworden. Es ist cool, es ist Teil der Mode, ein bisschen weichgespülter es ist nicht mehr nur ghetto und unmoralisch. Unser aller Lieblings-Genre dominiert den Zeitgeist. Und da war klar, dass passiert, was passieren musste:

Mit Heart Streets hat der White Girl Rap eine neue Sphäre erreicht. Zwei blumige Kunststudentinnen aus Williamsburg, die smooth auf ihrer Haustreppe cornern und über 40 Ozs. und ihre Schulzeit singen. Bisschen R’n'B-ig, bisschen Ahmad-Back-In-The-Day-esque und zack… auf einmal sind Heart Streets aus NYC der lebende Albtraum von N.W.A.

Am Ende des Tages verstehe ich die Girls ja. Es ist scheißegal wie du aussiehst und wo du her kommst – wenn du dein Leben lang den Hip Hop gefrühstückt, zu Abend gegessen und mit ins Bett genommen hast, dann ist 2012 vielleicht endlich die richtige Zeit gekommen, in der weiße Mädels nonchalant ihre Interpretation des Ganzen in die Welt hauen können ohne belächelt zu werden.

Eine Ära geht zuende, eine neue beginnt.

via mthrfnkr

  • Irgendwie auch traurig, dass Rap angeblich an Authentizität verliert weil es nicht mehr ausschliesslich Männerdomäne ist. Klar, Mainstream ist eine Sache. Aber das Handwerk, also Beats, Flow, Rap sind immer nebensächlich. Hauptsache es ist Gangster oder im Vordergrund steht die Tatsache dass zwei weisse Ischen rappen. Einfach strange, nach welchen Kriterien man das dann als erfolgreich oder eben nicht bewertet.
    Style und Marketing triumphieren immer über das Können. Whack. Und dann wundert man sich darüber, dass auf einmal nichts mehr Bedeutung hat.
    Frauen im Rapgame lassen sich aber gottseidanl gerade gut verkaufen. Was will man mehr.

  • Also ich find’ diese Stil-Mixe ja vollkommen in Ordnung. Bin da ganz bei Euch und muss auch ehrlich sagen, dass die Musik ja doch was taugt, aber man merkt auch hier und da im Video, dass die Mädels, noch n bissel unsicher sind.
    Sie sind sich wahrscheinlich durchaus darüber im Klaren, was sie da für eine gewagte Welle lostreten.

    Cheers ;)

  • @S, absolut. Ich meinte auch weniger die Tatsache, dass die beiden Mädels sind. Sie sind weiße Mädels aus einem völlig anderen Milieu und rappen über völlig andere Themen. Und am Ende sollte man diese Art von Hip Hop auch nicht mit allem vergleichen. Der smoothe Stil hat mit Gangtsarap eh nix zu tun. Auch andere Acts, die Conscious Rap machen oder fluffige Sommerhits sollte man ja nicht alle in eine GROSSE Kategorie packen. War ein oberflächlicher Round-House-Kick. Aber du hast ja natürlich trotzdem gecheckt, was ich meinte (as usual ;) )

    @Stylons Berlin, total man. Die zittern förmlich bei jedem Wort. Ich glaub sie nehmen sich aber auch selber gar nicht all zu ernst (liegt vllt eher an der fehlenden Erfahrung ;) ). Siehe einige ihrer gewählten Locations und die Persiflagen auf gängige Gangsta-Codes (auf der Treppe chillen, Bier in Plastiktüten im Park trinken, vor vollgeschmierten Graffitiwänden in verlassenen Fabriken posen). Sie wissen ja, dass sie das nicht wirklich sind.

    All in all find ich den Song besser als das Gerappe darüber (hier u da echt noch holprig) aber fand es ist ein guter Aufhänger für weitere Auseinandersetzungen mit dem Thema.

    Holla :)

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